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Was ist eigentlich anständige Bewegung (II)

Okay,  Gehen, Laufen,  Walken, Wandern – lauter anständige Bewegungsformen, aber da gibt es doch noch mehr! Klar!

Schwimmen – feucht, aber anständig

Auch eine menschliche Fortbewegungsform ganz  ohne technische Hilfsmittel. Und vor allem auch so gesund, am besten wenn man die Stile kombiniert: Brust, Rücken, Kraul, Schmetterling – wenn man es denn kann  – sind ein perfektes Workout, straffen den Körper und schonen den Rücken. Leider kommt der Mensch im Wasser nicht ganz so gut voran. Deswegen ist Schwimmen für die meisten Leute nicht die präferierte Art, um von A nach B zu kommen, ganz abgesehen davon, dass meist das Gewässer zwischen dem Start- und dem Zielort fehlt.

Tempo: 1-2 km/h

Energieverbrauch: 600 kcal./h

Radfahren – anständig trotz Technik

Der Mensch ist gar nicht so dumm und unanständig. Der Mensch hat auch technische Hilfsmittel erfunden, mit denen man sich anständig bewegen kann. Adam Opel schwärmt vom Radfahren:  „Bei keiner anderen Erfindung ist das Nützliche mit dem Angenehmen so innig verbunden wie beim Fahrrad.“

Sie liegen richtig: Adam Opel ist der Begründer der Opel-Werke, denen wir so wunderbare Autos wie den Corsa, Zafira, Rekord, Kadett oder Manta zu verdanken haben (Was sagt ein Mantafahrer beim Zahnarzt: „ey, boah, ey“).

Der Begründer Adam Opel stand dem Auto damals allerdings eher skeptisch gegenüber: „Aus diesem Stinkekasten wird nie mehr werden als ein Spielzeug für Millionäre, die nicht wissen, wie sie ihr Geld wegwerfen sollen.“ Ob dies einer dieser berühmten historischen Fehleinschätzungen war oder eine zeitlos richtige Charakterisierung des Autos muss jeder für sich selber entscheiden.

Zurück zum Radfahren. Radfahren bietet viele Vorteile. Es geht fast in jedem Gelände, auf der Straße wie auf dem Feldweg, in der Stadt wie auf dem Land, bergab wie (wenn auch etwas beschwerlicher) bergauf.

Dazu bietet es ein ziemlich überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Damit meine ich nicht nur die überschaubaren Anschaffungs.- und Betriebskosten, sondern auch das Verhältnis von selbst einzusetzender Energie und erreichbarem Tempo, das auch über längere Strecken zu halten ist. (Dass dies durch Pedelecs noch weiter zu optimieren ist, lasse ich mal bei der folgenden Aufstellung außen vor.)

Tempo: 15 bis 25 km/h

Energieverbrauch:    15 km/h          450 kcal/h

25 km/h          700 kcal/h

Inlinen – anständiger Konkurrent zum Radfahrer

Nachdem Inliner einige Jahre ständig zu sehen waren, sind sie zuletzt rar geworden und eher in den Sommermonaten auf sportlichen Ausflügen zu sehen. Dabei ist, wer es kann, auf den acht kleinen Rollen gar nicht so langsam unterwegs und zudem kann man  auch recht lange durchhalten. Nachteilig ist, dass Inlinen nur auf richtig glatten und trockenen Ebenen wirklich Spaß macht. Wegen ihrer weit ausholenden Beinbewegungen brauchen Inliner viel Platz, weswegen sie wohl nie die besten Freunde der Radfahrer werden.

Tempo: 10 bis 15 km/h

Energieverbrauch:    15 km/h          550 kcal/h

Neben den genannten Möglichkeiten für anständige Bewegung gibt es natürlich  noch viele, viele mehr, doch sind sie für den Alltag von Normalbürgern eher weniger relevant. Windsurfen, Rudern und Segeln brauchen Wasserläufe (und genug Geld), Reiten ein Pferd (und genug Geld) und Skifahren und Snowboarden genug Schnee und einen Hang, den man nie wieder hinauf fahren muss (was erfahrungsgemäß selten der Fall ist – und genug Geld).

Ob man Sex unter anständiger oder unanständiger Bewegung führt, sei jedem selbst überlassen. Fakt bleibt, man kommt damit nicht voran, auch wenn man immerhin 150 kcal/h (passiv) bis 400 kcal/h (aktiv) verbraucht.

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