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Vienna Calling

Man kann ja über das Internet schimpfen, wie man will, oder es auch lassen, aber kleiner macht es die Welt nicht. Und man muss sich dabei nicht einmal bewegen – egal ob anständig oder unanständig.

Ich war schon einmal in Wien, aber das ist lange her, und die Erinnerung daran nicht gänzlich ungetrübt (aber das ist eine andere Geschichte und Nepper, Schlepper, Bauernfänger gibt es überall und wer sich neppen lässt, ist ja auch selber Schuld). Nun ist es aber also – Twitter sei Dank – die Wiener Zeitung bzw. ihr Fahrradblog  Freitritt in Gestalt des Wien-New Yorker Autors Matthias G. Bernold, der sich für mein BLECH interessiert, es wiegt und für gut befindet. Das finde ich natürlich auch, aber noch besser fand ich es, dass ich einige Tage später in einem Interview Gelegenheit bekam, den Gedanken-Kosmos der Beißer und Veloruzzer etwas differenzierter zu beschreiben.

Aber warum gerade Wien? Aus meiner Rhein-Ruhr-Ecke betrachtet ist Wien doch zweifelsohne der am weitest entfernte Flecken im deutschsprachigen Raum. Ist es wohlmöglich ein morbider Humor in BLECH, der die Wiener Seele anspricht? Sind die Wiener (oder New Yorker) einfach weiter als wir? Vielleicht radikaler?

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wer sich als nächstes für BLECH interessiert? Zürich, Hamburg, Berlin?

Oder vielleicht doch Köln, Düsseldorf oder Essen? Also wenn Kölner Stadtanzeiger, Rheinische Post, WAZ oder WZ wollen, schicke ich ihnen gerne ein Rezensionsexemplar. Aber was alle noch nicht haben – so weit ich weiß – ist ein eigener Fahrradblog.

Freitritt_Logo_FarbeDa ist Wien bzw. die Wiener Zeitung also auf jeden Fall weiter. In diesem Sinne noch eine Schlussempfehlung für Freitritt – mit interessanten Tests rund ums Fahrrad und spitzen Kommentaren zur Verkehrspolitik einer Großstadt.

Ach ja, und wer beim Lesen des Titels die ganze Zeit auf Falco gehofft hat, hier ein Link ….

Falco – Vienna Calling (SPECIAL) von goldrausch

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BLECH zu kaufen

„Der tägliche Kampf zwischen Radlern und Autofahrern wird härter“ schrieb letzte Woche noch DER SPIEGEL in seiner Titelgeschichte. Dabei wird munter in alle Richtungen rumgewatscht und auf aggressive Radfahrer, gestrige Autofahrer und Stadtplaner gleichermaßen eingedroschen.

Diese Woche ist noch IAA in Frankfurt, auf der man von neuen Absatzrekorden schwärmt – und an die Folgen für Mensch und Umwelt eher weniger denken mag.

Aber diese Woche ist auch European Mobility Week mit dem heutigen Autofreien Tag als Höhepunkt. Wie nicht mitbekommen? Tja, auch gar nicht so einfach, denn die Anzahl der teilnehmenden deutschen Städte ist überschaubar und die Anzahl der Aktionen pro Stadt ebenso.

Deswegen jetzt mal ACHTUNG:

Passend zum Spiegel-Artikel, zum IAA-Finale und zur European Mobility Week ist BLECH ab sofort erhältlich.

In BLECH geht es um nichts weniger als Mord, verbotene Liebe, skurrile Typen, den Untergang der Welt, Fahrrädern und der Deutschen (noch)  liebstes Kind, das Auto.

BLECH präsentiert den Wahnsinn auf unseren Straße und die Schizophrenie in unseren Köpfen in einer wilden Mischung: fesselnd, humorvoll, ökokorrekt.

JETZT KAUFEN!

BLECH von Bert van Radau

Roman, 186 Seiten

ISBN: 978-3-86991-367-4

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Wann kommt der Fahrrad Blockbuster?

Auch schon gehört? Die Raser-Saga „Fast and Furious“ lässt in diesem Frühsommer im Kino alle Konkurrenzfilme hinter sich, egal ob in Deutschland oder USA.

Vielleicht sogar gesehen?

Ich nicht, aber ich denke, ich kann mir den Film ganz gut vorstellen: getunte Karren, coole Machos, heiße Verfolgungsjagden, geile Chicks mit wenig Textil, lockere Sprüche, spektakuläre Crashs. Halt das Richtige, um das Gehirn ohne besondere Anstrengung gut durchzulüften. Halt genauso wie die 4 (!) Vorgänger dieser Reihe wahrscheinlich auch.

Herzlichen Glückwunsch: Gehirn durchlüften finde ich vollkommen okay, hat jeder mal nötig. Aber warum immer mit dem falschen Mist?

Warum gibt es nur „gute“, na sagen wir lieber unterhaltsame, spannende, lustige Filme, in denen Autos die „Mit-Helden“ sind. Jedem von uns fallen, denke ich, sofort mindestens ein halb Dutzend Filme ein, in denen Autos oder Motorräder toll, geil, witzig, fesselnd oder sexy präsentiert werden oder sogar die Hauptrolle spielen und das seit Jahrzehnten: „Herbie“, „Easy Rider“, „Auf dem Highway ist die Hölle los“, „Blues Brothers“, „Cars“, „Christine“, „Tage des Donners“, „Nur noch 60 Sekunden“, „Ronin“, „Transporter“, „Taxi“, „Manta Manta“ (tja, gehört ja auch irgendwie da rein), „Gran Torino“, „Mad Max“, „Thelma und Louise“, „Bad Boys“, „Fast and Furious“ und viele, viele mehr. Ich muss bekennen, dass sogar ich davon eine ganze Reihe gesehen habe und ganz okay fand, wenn auch nicht unbedingt wegen der Wagen.

Warum gibt es keine guten Filme, in denen Fahrräder eine Hauptrolle spielen und witzig, fesselnd oder sexy sind oder vielleicht auch einfach anspruchsvoll und gut? Mir fällt da wenig ein.

Da gibt es die Sch’tis, wo der französische Postbote zumindest viel Fahrrad fährt, den „Flying Scotsman“, einen Film über einen arbeitslosen Schotten, der den Stundenrekord aufstellt, oder „Immer diese Radfahrer“ mit Heinz Ehrhard (für die Jüngeren: das war ein dicklicher, deutscher, spießig wirkender Komiker mit wenig Haar, über den die Deutschen gerne lachten)

Insgesamt wenig und das was da ist, zeigt zwar irgendwie sympathische, aber doch recht seltsame Charaktere, die man eher belustigt anschaut denn als wirkliche Helden erlebt. Eine Ausnahme konnte da vielleicht die „Höllentour“ über Aldags und Zabels Tourerlebnisse darstellen, bis die Doping-Seuche und die zweifelhaften Reaktionen der Fahrer die „Große Schleife“ hierzulande erledigte.

Da ist was zu tun! Da muss dringend was gemacht werden!

Her mit den spannenden oder lustigen oder nachdenklichen oder alles verbindenden Filmen über Fahrräder und Fahrradfahrer, über Radler oder Beißer. Radfahren gehört ins Leben, auf die Straße, ins Kino, in die Köpfe.

Ich habe meinen Teil erledigt und „Blech“ geschrieben (Guckstdu „Blech“). Wenn ich und ihr Glück habt, erscheint es  noch in diesem Jahr. (Ihr könnt euch ja einfach mal bei mir melden, wenn ihr etwas Druck machen wollt. Kann man natürlich auch verfilmen 😉

Ach ja, und falls ich wirklich die guten Fahrradfilme übersehen haben sollte, bitte ich natürlich auch um Aufklärung. Ich bin gespannt.

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